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Porträtbeleuchtung mit Quadralite Reporter 360 TTL

Ein gelungenes Porträt hängt wesentlich von der richtigen Beleuchtung ab. Sie sorgt nicht nur für technische Korrektheit, sondern entscheidet darüber, ob ein Bild wirklich gut wirkt. Der spanische Fotograf Alberto Duran erklärt anhand klassischer Lichtsetups, wie Porträtbeleuchtung funktioniert.

Porträtbeleuchtung mit Quadralite Reporter 360 TTL
QUADRALITE · EDITORIAL
Porträtbeleuchtung mit Quadralite Reporter 360 TTL — 1

Ein gelungenes Porträt hängt wesentlich von der richtigen Beleuchtung ab. Sie sorgt nicht nur für technische Korrektheit, sondern entscheidet darüber, ob ein Bild wirklich gut wirkt. Der spanische Fotograf Alberto Duran erklärt anhand verschiedener Lichtsetups, wie Porträtbeleuchtung funktioniert.

Die Porträtfotografie, besonders im Studio, hat mich schon immer fasziniert. Die Lichtbedingungen bestimmen den endgültigen Eindruck und unsere Möglichkeit, die einzigartigen Merkmale einer Person herauszuarbeiten.

Schon lange bewundere ich die Arbeiten von Peter Hurley und Sue Bryce. Doch erst bei „Reunión Flecha“ – einem Fotoworkshop in Santander – hatte ich die Gelegenheit, Jon Usual kennenzulernen und bei der Arbeit zu beobachten. Das weckte erneut meinen Wunsch, mein Wissen über Porträtfotografie und Blitzlicht zu vertiefen.

Schulungen zum Thema Blitzlicht können ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum professionellen Fotografen sein. Auch nach dem Erlernen der Grundlagen sollte man zwei Dinge nicht vergessen:

  • die Eigenschaften des verwendeten Materials und der Ausrüstung kennen,
  • kontinuierlich üben und experimentieren, bis jedes Werkzeug sicher beherrscht wird.

Auf der Suche nach dem besten Werkzeug habe ich verschiedene Studiolichtsysteme getestet – von Starblitz bis Profoto. Schließlich entschied ich mich für den Quadralite Reporter 360 TTL, den ich aufgrund seiner Mobilität sowohl im Studio als auch draußen einsetzen möchte.

Im Folgenden zeige ich einige klassische Lichtaufbauten für Porträts. Toni hat sich freiwillig als Model zur Verfügung gestellt und ich hoffe, die Ergebnisse inspirieren Sie zu eigenen Experimenten.
##### SEITENLICHT (90°)

Die Lichtquelle wird auf Gesichtshöhe im 90-Grad-Winkel zum Model positioniert. Ein einzelnes Licht erzeugt dabei deutlich gezeichnete Schatten und eignet sich hervorragend, um Details hervorzuheben und mehr Dramatik zu schaffen. Härteres Licht entsteht durch das Entfernen der Diffusionsfläche.

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##### REMBRANDT-LICHT (45°)

Die Lampe wird etwa 45 Grad zur Nase des Models positioniert. Eine Gesichtshälfte liegt in leichtem Schatten, auf der Wange bleibt ein charakteristisches kleines Lichtdreieck. Dieses „Rembrandt-Dreieck“ ist nach dem Maler benannt, der Gesichter häufig auf diese Weise beleuchtete. Trotz der scheinbaren Sanftheit kann die Wirkung sehr dramatisch sein.

Für mein Bild platzierte ich das Licht etwas höher als beim klassischen Rembrandt-Setup – genau so, wie ich es haben wollte.

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##### LOOP-LICHT

Die 45-Grad-Position bleibt erhalten, die Lichtquelle wird jedoch höher gesetzt. Die Wirkung liegt zwischen Rembrandt- und Butterfly-Licht.

Wenn Licht auf eine größere Fläche trifft, kann die Haut glatter erscheinen, ohne gewünschte Schatten vollständig zu verlieren. Wie weich diese ausfallen, hängt vom Lichtformer ab.

Für den Vergleich nutzte ich eine Octa mit Diffusionsfläche.

Die Position erzeugt einen Schatten unter der Nase, der leicht diagonal vom Licht weg fällt.

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##### REMBRANDT + SEITENLICHT

Die Schatten des Rembrandt-Hauptlichts können durch eine schwächere Lichtquelle auf der dunklen Seite gemildert werden. Im Beispiel verwendete ich eine rechteckige Quadralite-Softbox 30×120 cm mit Diffusion und Grid, um das Licht gezielt zu bündeln.

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##### REMBRANDT + HINTERES SEITENLICHT

Wenn ich besondere Merkmale einer Person hervorheben möchte, füge ich gern ein Gegenlicht hinzu. Hier steht es gegenüber dem Hauptlicht und beide Leuchten arbeiten mit gleicher Leistung. So hebt sich die Person vom Hintergrund ab, während die typische Rembrandt-Wirkung erhalten bleibt.

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##### REMBRANDT + ZWEI GEGENLICHTER

Mit einer dritten Lichtquelle lassen sich durch einfache Leistungsänderungen sehr unterschiedliche Effekte erzielen. Dieser Aufbau eignet sich besonders für kommerzielle und Business-Porträts.

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##### BUTTERFLY-LICHT

Beim Butterfly-Setup wird das Hauptlicht oberhalb und frontal vor dem Model platziert. Die Kamera befindet sich direkt darunter, in diesem Fall unter der Octa. Der Name stammt vom schmetterlingsförmigen Schatten unter der Nase. Das Setup eignet sich sowohl für Ganzkörperaufnahmen als auch für enge Porträts.

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##### BUTTERFLY + ZWEI GEGENLICHTER

Der vorherige Aufbau kann um zwei hintere Seitenlichter ergänzt werden, die die Konturen der Person betonen.

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##### BUTTERFLY + EIN GEGENLICHT

Bei nur einem Gegenlicht kann dieses direkt hinter dem Model stehen.

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##### BUTTERFLY + REFLEKTOR

Sind die Schatten unter Nase und Augen durch das Licht von oben zu stark, lassen sie sich mit einem Reflektor auf dem Schoß des Models aufhellen. Die Reflexion erzeugt außerdem zusätzliche Catchlights in den Augen. Diese Beleuchtung wird häufig bei Mode- und Beauty-Porträts eingesetzt und kann auch Falten optisch mildern.

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##### CLAMSHELL-LICHT

Wie zuvor befindet sich das Hauptlicht oberhalb des Models. Statt des Reflektors wird jedoch eine zweite Lichtquelle eingesetzt. Dadurch lässt sich die Aufhellung präziser steuern. Clamshell-Licht ist besonders in Mode- und Beauty-Porträts beliebt.

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##### CLAMSHELL + GEGENLICHT

Durch ein zusätzliches Gegenlicht entsteht mehr räumliche Wirkung und das Model hebt sich besser vom Hintergrund ab.

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##### CLAMSHELL + HINTERGRUNDLICHT

Scheuen Sie sich nicht, mit Hintergrundlicht zu experimentieren. Mit passenden Lichtformern – hier einem Snoot – oder farbigen Filtern können sehr originelle Effekte entstehen.

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##### SEITENLICHT

Zum Abschluss ein Aufbau ohne Octa: Zwei seitliche Lichtquellen werden auf beiden Seiten des Models positioniert. Dadurch werden charakteristische Gesichtszüge betont, während die Gesichtsmitte dunkler bleibt.

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Wie man sieht, gibt es so viele Möglichkeiten, wie die eigene Experimentierfreude zulässt. Jeder sollte die Setups an seine Bedürfnisse anpassen – mit Blitzlicht ebenso wie mit vorhandenem Fensterlicht.

Auch die Position des Models zu den Lampen verändert die Wirkung. Ich experimentiere gern zunächst mit frontalen Porträts und variiere danach die Pose, um zu beobachten, wie sich das Licht verteilt.

Entscheidend ist zu wissen, welchen Effekt ein bestimmter Aufbau erzeugt. Erst dann kann man bewusst gestalten, wie das Porträt aussehen soll.

Verwendete Ausrüstung:

  • Nikon D810,
  • Objektive 50 mm f/1.4 und 24–70 mm f/2.8,
  • Hauptlicht: Quadralite Reporter 360 TTL,
  • Quadralite Octa Softbox 80 cm,
  • rechteckige Quadralite Softbox 30×120 cm mit Grid.

Text und Fotos: Alberto Duran

Model: Toni

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